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Schilddrüse und männliche Fertilität

  • drmenschik
  • 25. Feb.
  • 1 Min. Lesezeit

Am Spermienkopf und am Flagellum (= Spermienschwanz) lassen sich Zellmembranrezeptoren für das Schilddrüsenhormon T4 nachweisen. Diese T4-Rezeptoren (= Integrin alpha V beta 3) sind an zentralen Reproduktionsprozessen beteiligt:


1)      Die Kapazitation (Reifungsprozess) der Spermien: nach der Ejakulation durchlaufen Spermien einen wichtigen Reifungsprozess im weiblichen Genitaltrakt. Diese biochemischen Veränderungen am Spermium sind essenziell um eine Eizelle befruchten zu können. 


2)      Die Motilität (Beweglichkeit) der Spermien durch den weiblichen Reproduktionstrakt: die Gesamtzahl der beweglichen Spermien ist neben dem mütterlichen Alter ein Prädiktor für den Schwangerschaftserfolg.  


3)      Die Fusion (Verschmelzung) von Spermium und Eizelle: der Integrin alpha V beta 3-Rezeptor unterstützt die Verschmelzung der Plasmamembranen der beiden Zellen.


Fazit: die Schilddrüse beeinflusst über den T4-Zellmembranrezeptor signifikant die männliche Fruchtbarkeit. Bei unerfülltem Kinderwunsch ist daher auch eine Schilddrüsenabklärung beim Mann empfehlenswert.


 
 
 

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